Die Creating Organisation

Unser Creating Organisation Ansatz ist eine Art, die Welt zu sehen und in Organisationen zu agieren, aber er ist weder eine Ideologie noch ein Dogma. Um diesen Ansatz zu unterstützen, haben wir die drei Kernprinzipien formuliert, die uns intern bei Ministry und bei der Arbeit mit unseren Kunden leiten.

Die Creating Organisation ist unser Idealbild eines anpassungsfähigen Unternehmens, das vor allem durch flexible Strukturen, zeitgemäße Führung und eine lebhafte Kultur der Kreativität und Innovation bestens für die komplexe Gegenwart und unvorhersehbare Zukunft ausgestattet ist.

Creating ist dabei am ehesten mit dem deutschen Wort Gestaltung zu übersetzen und betont unseren Anspruch, die Kreativität aller Mitarbeitenden freizusetzen, ihr Potenzial für innovative Lösungen zu aktivieren und damit den eigenen Einflussbereich und das eigene Unternehmen ganz bewusst zu gestalten.
Diese innewohnende Kraft, die wir Gestaltungslust nennen, ist der Schlüssel, um in einer unübersichtlichen Welt nicht nur zu überleben, sondern langfristig erfolgreich zu sein.

Dabei wird sowohl die menschliche Seite von Organisationen kultiviert sowie gleichzeitig die betriebswirtschaftliche Seite eines Unternehmens optimiert und bestmöglich ausgeschöpft:Eine  Creating Organisation fördert ein Umfeld (die menschlich-organische Seite), in dem die natürliche Kreativität des Einzelnen als wertvollste Ressource anerkannt und als kollektive Intelligenz genutzt wird, um bedeutsamen Wert für Kunden, die Welt und das Unternehmen selbst zu schaffen. Wir können (und sollten) zudem neue Technologien wie KI ausschöpfen und unsere Strukturen und Prozesse optimieren (die wirtschaftlich-mechanische Seite), immer mit dem Ziel, bessere Ergebnisse zu erzielen.

In diesem Sinne können wir auch sagen: Wir organisieren Kreativität.

Creating & Kreativität

Wir verstehen Kreativität im weitesten Sinne als einen inneren Antrieb, der jedem Menschen innewohnt.

Die gängige Managementliteratur und die Strukturen und Anreizsysteme, die wir in den letzten Jahrhunderten in unserer Gesellschaft und unseren Unternehmen aufgebaut haben, fokussieren sich nach wie vor in großen Teilen auf die betriebswirtschaftliche, mechanische Seite der Organisation.

Die Menschen mit ihren vielfältigen Wünschen und Bedürfnissen erachten wir nach wie vor als nicht ausreichend repräsentiert – sie finden nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Das zeigen beispielsweise die steigenden Erschöpfungsraten und Phänomene wie Innere Kündigung.

Um also wieder Zugang zu der Gestaltungslust der Menschen zu erlangen, ist es notwendig, ein Verständnis für die Einflussfaktoren zu entwickeln, die gemeinsames Gestalten und Innovation unterstützen und das Lernen von Neuem und den Mut für Veränderung fördern.

Dies erfordert eine Führung, die menschliche Bedürfnisse und soziale Dynamiken versteht und bereit ist, die Entwicklung und die Pflege von Beziehungen zu unterstützen.

Es erfordert die Etablierung von Strukturen und Prozessen, die es uns ermöglichen, unsere Menschlichkeit bei der Arbeit zum Ausdruck zu bringen und die intrinsische Motivation zu fördern.

Unterstützt wird dies durch das gemeinsame Erkunden neuer technologischer Möglichkeiten und die Etablierung von Arbeitsweisen für echte Zusammenarbeit. Dieser Ansatz speist sich daraus, dass wir uns der kollektiven Intelligenz unserer Mitarbeitenden öffnen und Prozesse leiten, um innovative Lösungen zu entdecken und gemeinsam zu erschaffen.

Dazu gehört es, Raum für Experimente und Erfahrungen zu lassen, essenzielle Informationen zu teilen und Entscheidungen dorthin zu verlagern, wo das notwendige Wissen liegt.

Erleichtert wird dies durch unsere Fähigkeit, eine überzeugende, inklusive Vision zu formulieren und eine bewegende Geschichte einer erstrebenswerten Zukunft zu erzählen.

Wissen & Kollektive Intelligenz

In den letzten 60 Jahren haben wir den Aufstieg des Wissensarbeiters erlebt, ein Begriff, der 1959 von dem Ökonom und Vordenker Peter Drucker geprägt wurde. Es wird geschätzt, dass Wissensarbeiter 40–50 % der Erwerbstätigen in westlichen Ländern ausmachen.

Aktuell sehen viele Wissensarbeiter ihre Jobs durch den Aufstieg von Künstlicher Intelligenz bedroht. Wir sind jedoch überzeugt, dass die Technologie es uns ermöglicht, uns noch stärker auf unsere kollektive Intelligenz und die Art und Weise, wie Menschen sich miteinander verbinden, zu konzentrieren – denn das ist es, was uns wirklich erfüllt, dies sind die Quellen wahrer Kreativität. (In diesem Zusammenhang sprechen wir oft auch von Co-Kreation oder co-creating, die unser Verständnis einer effektiven und kreativen Zusammenarbeit in Teams sowie über die ganze Organisation hinweg zum Ausdruck bringt.)

KI kann das gesammelte Menschheitswissen mit beispielloser Geschwindigkeit, Detailgenauigkeit und Relevanz nutzbar machen, aber sie wird uns immer nur den Durchschnitt liefern, das Bewährte, das am meisten Akzeptierte. KI imitiert Kreativität, indem sie bereits Existierendes kombiniert.

Menschliche Kreativität hingegen – insbesondere wenn sie als kollektive Intelligenz genutzt wird – kann Lösungen finden, die es zuvor noch nie gab.
Schon bevor KI zum Mainstream wurde, war der einsame Wissensarbeiter ein Auslaufmodell; das Horten von Wissen zum persönlichen Vorteil erwies sich bereits vor einem Jahrzehnt als Sackgasse.
Mit der Agile-Bewegung begann ein Wandel hin zum Teilen von Informationen und zum co-creating von Lösungen.

Die Intelligenz, die im 21. Jahrhundert benötigt wird, dreht sich weniger um das „Wissen“ an sich, sondern vielmehr um das Verständnis, wie sich dieses Wissen anwenden lässt. Der schnelle Zugang zu Informationen erleichtert diesen Prozess.

Darüber hinaus war es schon immer das Ziel unserer Technologie, mühsame, repetitive und klar definierte Aufgaben an Maschinen zu delegieren, damit Menschen mehr Zeit haben, zu kreieren und ihre Gestaltungslust freizusetzen und zu nutzen.

Die Organisation als Schiff

Unternehmen sind sowohl lebendige Systeme als auch Maschinen. Eine passende Metapher hierfür ist das Schiff: Der Maschinen-Aspekt eines Schiffes umfasst seine Motoren, Antriebs- und Steuerungssysteme sowie den Rumpf und alle weiteren baulichen Komponenten.

Es hat aber auch eine lebendige Komponente: die Crew. Ohne Besatzung ist ein Schiff nur ein Objekt, das ziellos auf dem Wasser treibt. Ein Schiff hat zudem einen Kapitän, der dafür verantwortlich ist, es sicher durch das Meer zu steuern. Er oder sie gewährleistet, dass das Schiff sein Ziel erreicht, seine Mission erfüllt und kümmert sich um die Belange der Crew. Während dieser Person bei stürmischem Wetter und in unruhigen Gewässern das Ruder übernehmen und Anweisungen geben kann, etabliert der Kapitän darüberhinaus eine Kultur, in der das kollektive nautische Wissen der Crew die Leistung des Schiffes optimiert und hilft, ein langfristig ein besseres Schiff zu bauen.

In einer Organisation umfasst die „Maschine“ das Geschäftsmodell, Gebäude, genutzte Technologie und jeden Gegenstand, der zur Wertschöpfung genutzt wird. Diese bilden die Strukturen der Organisation. Der lebendige Aspekt einer Organisation besteht aus den Menschen und ihren Interaktionen.

Mit dem Ansatz der Creating Organisation beabsichtigen wir, die Kommunikationssysteme und die soziale Dynamik für Co-Kreation und das Entdecken einzigartiger Lösungen zu kultivieren.

Die Prinzipien der Creating Organisation

Unser Creating Organisation Ansatz ist eine Art, die Welt zu sehen und in Organisationen zu agieren, aber er ist weder eine Ideologie noch ein Dogma. Um diesen Ansatz zu unterstützen, haben wir die drei Kernprinzipien formuliert, die uns intern bei Ministry und bei der Arbeit mit unseren Kunden leiten:

  • Gestaltungslust ist der angeborene menschliche Drang, unsere Kreativität auszudrücken und Dinge zu erschaffen, die vorher nicht existierten. Indem wir unsere Gestaltungslust kollektiv und strukturiert freisetzen, können wir Lösungen finden, um im 21. Jahrhundert zu bestehen und erfolgreich zu sein, indem wir echten Wert für unsere Kunden, die Gesellschaft und uns selbst schaffen. Dies erfordert ein Verständnis für menschliche Bedürfnisse und Motivationen, soziale Dynamiken und die Kraft von Beziehungen.
  • Sinnhaftigkeit ist der Maßstab, an dem wir alle unsere Werkzeuge, Praktiken und Methoden messen. Wir führen keine Methoden ein, nur weil sie populär sind, noch kategorisieren wir Elemente der Organisation als gut oder schlecht (zum Beispiel Transparenz, Hierarchie, Regeln). So verstehen wir unsere verwendeten Werkzeuge nicht als nette Extras, sondern als Mittel zum Zweck. Dabei ist uns wichtig: Fairness bedeutet für uns nicht, alle gleich zu behandeln, sondern jedem das zu geben, was im jeweiligen Kontext sinnvoll ist. Wir verwechseln Tools nicht mit Werten und nehmen keine extremen Ansichten darüber ein, wie die Dinge funktionieren sollten.
  • Balance in Motion ist unser Begriff dafür, in einer sich ständig verändernden Umgebung kontinuierlich das Gleichgewicht zu finden. Wir erkennen an, dass das, was benötigt wird, immer vom Kontext abhängt. Manchmal brauchen wir mehr Kontrolle, ein anderes Mal mehr Autonomie. Manchmal sollten wir Bestehendes ausschöpfen (Exploitation), ein anderes Mal sind Experimente nötig (Exploration). Manchmal müssen wir zusammenarbeiten, ein anderes Mal ist es effektiver, alleine zu arbeiten. Innerhalb dieses Prinzips erkennen wir an, dass „neu“ nicht das Gegenteil von „alt“ ist, dass „one size does not fit all“ gilt und dass die größte Fähigkeit darin besteht, zu verstehen, welche Handlung dem Kontext, in dem wir uns befinden, am besten dient.
geschrieben von
Organization & Leadership Consulting & Facilitation | Owner Ministry Group | Founder Hacker School
Keine News aus dem Ministerium mehr verpassen
Anmeldung zum Newsletter

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Abmeldung jederzeit möglich. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.